Der Rahmen

Die Expedition Münsterland der Arbeitsstelle Forschungs­transfer (AFO) und ihre bürger­wissenschaftlichen Projekte.

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Expedition Münsterland

Ein großes, massives, schwarzes X, fast mannshoch, steht in einem sonnigen Herbstlaubwald neben einem Bodenwall.
Ein X gegen das Vergessen – die Expedition spürt Orte mit einer be-
sonderen Geschichte auf und macht sie wieder sichtbar. Hier: Die
markanten Wälle der alten Landwehr zwischen Roxel und Albach-
ten, die im Mittelalter als Abwehranlage dienten.

Warum eine Expedition
in die Region?

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster ist eine regional verwurzelte Universität, die in einer besonderen Verantwortung gegenüber dem Münsterland untrennbar mit ihm verbunden ist. Beide, Universität wie Region, bedingen sich gegenseitig, profitieren voneinander, stärken sich. Die Verbindung und den Austausch mit dem Münsterland zu intensivieren und gemeinsame Aktivitäten auszubauen, ist das erklärte Ziel. „Die Region nutzen und ihr nützen“ wurde zum Leitmotiv der Öffnung in den ländlichen Raum. „Wir gehen in die Region“, war und ist der erklärte Projektansatz der Expedition Münsterland.

Zwei Männer unter einer Dachschräge hinter einem auf einem Tisch aufgebauten Modells einer Öl-Förderanlage.
Ortbezogene Wissenschaftsaus-
stellung „Dallas Darfeld“
im Haus der Wissenschaft in
Darfeld.
Gelblich ausgeleuchtetes Betongewölbe mit Mittelgang, auf beiden Seiten Eisengeländer; Metallbottich auf der linken Seite hinter dem Geländer. Perspektivisch führt der Gang erst durch eine rechteckige, dann durch eine bogenförmige Öffnung.
Der Eiskeller in Altenberge als
Schauplatz eines Themen­tages
zum Klimawandel im Münster-
land.

„Die Region nutzen und ihr nützen“

Draufsicht auf arbeitende Menschen an 2 großen quadratischen grauen Tischen, die zwischen lauter grauen metallenen gefüllten Bücherregalen sitzen.
Gemeinsam neue Ideen und An-
sätze generieren mit dem inno-
vativen Tool des Ideen-Mining.
Angeschnittene Ansicht auf ein schlossartiges Gebäude aus rotem Klinker und hellem Sandstein, dass das Bild mit 2 Flügeln im hinteren und rechten Rand begrenzt. Entlang des Gebäudes parken bis in den Bildvordergrund viele Fahrräder. Im linken hinteren Bereich ist ein großer schwarzer Schiffscontainer zu sehen, auf dem Plakate angebracht sind und in den an der Längsseite ein Doppelfenster eingelassen ist. Rechts neben dem Container geht ein Mensch mit einem türkisenen Rucksack auf dem Rücken.
Die Wissenschaftsbox macht Station
vorm Schloss in Münster.

Gemeinsam interessante Orte in der Region aufzuspüren, aufzubereiten und die Ergebnisse an Ort und Stelle darzustellen

Wissenschaft passiert direkt vor der Haustür: wir nehmen sie gemeinsam in den Blick.

Seit 2010 macht die Expedition Münsterland einzigartige und oft unbekannte Wissenschaftsschauplätze im Münsterland konkret erlebbar und lässt universitäre Forschung in der Region sichtbar werden. Gemeinsam mit Wissenschaftler_innen, Studierenden und Bürger_innen in teressante Orte in der Region aufzuspüren, aufzubereiten und die Ergebnisse an Ort und Stelle darzustellen, ist das Ziel der Expedition. Als strategisches Instrument der WWU regt sie den Austauschprozess zwischen Region und Universität an.

Ausschnitt eines zerfallenden Gebäudes. Kahle Pflanzenteile ragen in einen Fensterausschnitt in dem im Gebäude zwei Türöfffnungen erkennbar sind. Im linken Bereich, vor einer grauen Wand von der der Putz abbröckelt, so dass Teilweise das rot Mauerwerk sichtbar wird, steht ein großes, massives, schwarzes X, fast mannshoch.
Ein x_Ort in Schöppingen als Ort der atomaren Heimat­verteidigung.
Unter einem Plastiktunnel mit Metallstreben stehen viele Menschen um ein mit rot weißem Flatterband abgesperrtes Rechteck in der Erde, in dem weitere ausgehobene Rechtecke zu erkennen sind. Auf dem abgesperrten Bereich liegen zwei Menschen auf Holzbrettern über einem Loch im Boden. Seitlich vor ihnen steht ein orangener Koffer. Im hinteren Bereich stehen 1 weißer Tisch an dem 1 Mensch sitzt. 3 Menschen stehen rechts neben dem Tisch.
Grabungsort Schmerlecke:
Steinzeit-Skelette erzählen vom
Leben unserer Vorfahren.
Hölzernes Boot auf einem See mit hohem Mast und Takelage, im Heck ist ein Stück weißes Segel hochgezogen. Seitlich ragen hölzerne Ruder über die Wasseroberfläche. Menschen an den Rudern sind erkennbar und tragen einheitlich hellblaue Oberteile. Ein Mensch mit hellblauem Oberteil steht im Heck.
Gemeinsam mit dem Römer-
museum Haltern und den Sport-
wissenschaften wurden original
nachgebaute Römerboote bei
einer Regatta getestet.
Bräunlicher Fluss mit grasbewachsener grüner Böschung mit einzelnen Büschen. Über den Fluss wölbt sich eine graue steinerne Brücke mit 3 Bogen und einem schwarzen metallenen Handlauf auf den Seitenwänden.
Das Projekt „Mathebrücken“
zusammen mit dem Institut für
Didaktik der Mathematik und
Informatik entwickelte neue
spannende Zugänge zum Ler-
nen vor der Haustür.
Menschen stehen teils auf einem asphaltierten Weg, teils auf der anschließenden Wiese neben einem dunkelblauen Kubus mit grünen Steifen auf dem das Modell eines Bootes aus Holz mit einem großen, dreieckigen braunen Segel zu sehen ist. Rechts im Hintergrund Bäume und ein an einen Weidezaun gelehntes Fahrrad.
Projekt „Kulturtraverse Berkel“ mit der Taufe eines Modells des Berkelzomp.

durch die Zusammenführ­ung unterschiedlicher
(Er-)Kenntnisse und die Bündelung des bis dato parallel existierenden Wissens entstehen Synergien ...

Citizen Science – Bürger schaffen Wissen

Bereits erfolgte Projekte zeigen, dass der Ansatz des wechselseitigen Wissenstransfers zwischen Wissenschaftler_innen und Bürger_innen ergiebig und lohnend für alle Beteiligten gelingt. Durch die Zusammenführung unterschiedlicher (Er-)Kenntnisse und die Bündelung des bis dato parallel existierenden Wissens entstehen Synergien und erkenntnisgewinnbringende Effekte. Zivilgesellschaftliche Prozesse werden angestoßen oder gewinnen an Schwung, neue Kooperationskulturen und -formen mit den Menschen des Münsterlandes entstehen und können als eigentlich wichtigstes Ziel der Expedition Münsterland gewertet werden.

Ein großes massives Rohr ragt aus der Erde, verläuft ein paar Meter parallel zum Boden, von einem Betonsockel gestützt und endet in einer mit großen Bolzen verschlossenen Abdeckungsplatte. Der asphaltierte Bodenbereich um das Rohr ist mit einer dünnen Schneeschicht überzogen. Rechts neben dem Rohraustritt aus der Erde steht ein großes, schwarzes, massives Kreuz. Der Bereich ist mit einem ca. 2 m hohen grünen Metallzaun umgeben. Im Hintergrund vereinzelt Bäume.

x_Ort „Molchschleuse“: Kontrollstation

einer Erdgaspipeline in Albachten.

Das Haus der Wissenschaft in Darfeld – ein besonderer Ort für Ausstellungen und Transfer.

Eine Gruppe Menschen steht auf einem t-förmigen gepflasterten Pfad vor einem Häuschen. Da Haus ist mit schwarzen Ziegeln gedeckt und hat ein spitzes Dach. Im Dachgeschoss ist das Haus mit Holzlatten verkleidet, die schon leicht verwittert sind. Es gibt zwei beinah quadratische Fenster. Im Untergeschoss hat das Haus außen Holzständer. Die Zwischenräume sind mit gelben Platten ausgefüllt. Es gibt wieder zwei fast quadratische Fenster, die parallel zu den Fenstern im Dachgeschoss angeordnet sind. Unter den Fenstern im Dachgeschoss ist ein großes weißes Schild angebracht, auf dem in schwarzen Großbuchstaben „Haus der Wissenschaft“ geschrieben steht.

Das Haus der Wissenschaft in Darfeld – ein besonderer Ort für Ausstellungen und Transfer.

Ein sehr langer Holzsteg führt zentral über einen See. Der See ist unregelmäßig geformt und von Bäumen umstanden. Auf der Seeoberfläche spiegelt sich der blaue Himmel mit Wolken. Auf dem Holzsteg ist in schwarzen Blockbuchstaben die Frage: „Bin ich schön?“ zu lesen.
48 Stunden Happening „Bin ich schön?“
am Badesee in Saerbeck.
Moorlandschaft, im Vordergrund gelblich braune Gräser und niedriges Gebüsch. Mittig ein Laubbaum in Herbstfarben, rechts daneben ein kahler Busch. Links im Hintergrund ein verwitterter Holzschuppen mit spitzem, rot gedeckten Dach neben dem auf der linken Seite ein genauso großer grüner Busch steht. Im Hintergrund anschließend grüne Weidefläche und Wiesen, weitere Bäume in Herbstlaub.
Im Recker Moor wird Biodiversität und die Rolle der Moore im Kampf gegen den Klimawandel in Kooperation von Bürger*innen und Wissenschaftler*innen erforscht.
Links angeschnitten eine asphaltierte Straße, rechts ein hohes Maisfeld, im Hindergrund sind links ein Laubbaum und mittig ein rechteckiges, leicht turmförmiges weißes Gebäude mit rotem Dach zu sehen an das sich rechts eine große Aussichtsplattform anschließt. Auf der asphaltierten Straße stehe in Reihe mit Ausrichtung über das Maisfeld mehrere Teleskope. Im Vordergrund auf dem Boden ein Koffer mit weiterem Equipment. Vor dem Maisfeld am Straßenrand steht ein gestreifter Klappstuhl.
Meteoriten-Watching
Links im Bild Eisenbahnschienen, auf denen gerade ein roter Regionalexpress vor einer herbstlichgefärbten Hecke angefahren kommt. Mittig auf einem Grasstreifen ein großes, massives, schwarzes X. Rechts eine asphaltierte Straße, die parallel zur Bahnstrecke verläuft. Daneben große Alleebäume ohne Laub. Achtung: Fehler in der Bildunterschrift!!! Hier stand der ehemalige Bahnhof Tillbeck
Hier stand der ehemalige Friedhof Tillbeck
Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Häuschen aus rotem Backstein. Der Dachgiebel ist zu sehen in dem sich ein rundes Fenster mit Glasornament in Blütenform befindet. Links neben dem Gebäude und der Gruppe befindet sich Gehölz, teilweise mit Herbstlaub. Im Vordergrund links ist ein großer Stapel mit Brennholz zu sehen, der mit einer Plastikgewebefolie, die mit Seil geschnürt ist, abgedeckt ist. Im rechten Bildausschnitt sind die Erdfurchen eines Ackers zu sehen, zum Teil mit Herbstlaub bedeckt. Der Hintergrund ist neblig-diesig mit Bäumen in der Ferne.
Auf Spurensuche im Münsterland

Spurensuche_n: Jüdisches Leben im Münsterland - ein Projekt der Expedition Münsterland

Power of Places

2013 ging die Expedition Münsterland erstmalig auf Suche durch das Münsterland, um Spuren jüdischen Lebens im ländlichen Raum zu entdecken und Zeugnisse zu finden. Insgesamt 4 Touren durch das südliche, östliche, westliche und nördliche Münsterland führten zu weitgehend unbekannten Orten der deutsch-jüdischen Geschichte und Kultur im ländlichen Raum. An verschiedenen Geschichts- und Erinnerungsorten wurde Halt gemacht und Orte, Bedeutungen, (Lebens-) Geschichte(n) und Schicksale (wieder)entdeckt und ihrer gedacht. Mit dieser Ausstellung möchte die Expedition Münsterland aufmerksam machen, auf Menschen, die hier lebten und Jahrhunderte lang Teil der Orte und Gesellschaft waren. Vor weniger als 100 Jahren war das jüdische Leben selbstverständlicher Teil des Lebens in sehr vielen Orten und Gemeinden des Münsterlandes, bevor es in den Jahren 1933 – 1945 systematisch ausgelöscht, die Menschen verfolgt, vertrieben, verschleppt und ermordet wurden und nur noch wenige Spuren, die man suchen muss, daran erinnern.

Veranstaltungsankündigungen auf Plakaten mit jeweils einem Ausschnitt von einem jüdischen Grabstein als Gestaltungselement.
Plakat der Exkursion 2014
Veranstaltungsankündigungen auf Plakaten mit jeweils einem Ausschnitt von einem jüdischen Grabstein als Gestaltungselement.
Plakat der Exkursion 2013

aufmerksam machen, auf Menschen, die hier lebten und Jahrhunderte lang Teil der Orte und Gesellschaft waren

Veranstaltungsankündigungen auf Plakaten mit jeweils einem Ausschnitt von einem jüdischen Grabstein als Gestaltungselement.
Plakat der Exkursion 2013
Veranstaltungsankündigungen auf Plakaten mit jeweils einem Ausschnitt von einem jüdischen Grabstein als Gestaltungselement.
Plakat der Exkursion 2015

Idee u. Text: Expedition Münsterland – Wilhelm Bauhus, Nina Nolte
Bildnachweise: Bild 1 & 7: WWU/AFO; Bild 2, 4–6,8–13, 15 und Gestaltung der Plakate: WWU/AFO/Andreas Wessendorf; Bild 3 & 14: Prof. Dr. Hermann Dornhege; Bild 16: Wilfried Gerharz